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Unsere Synodale: Hildegard Jakobs

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

im Jahre 2012 hat Bischof Dr. Stephan Ackermann für die Kirche in Trier eine Synode ausgerufen.

Das Wort „Synode stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus den zwei Wörtern „syn“ (gemeinsam) und „odos“ (Weg) zusammen, also „gemeinsam einen Weg gehen“. Aufgabe einer Synode ist es, den Bischof bei den von ihm vorgelegten Themen zum Wohle der Diözesangemeinschaft zu unterstützen.

Eine Synode ist eine Versammlung, die sich aus Personen aus den verschiedenen Bereichen zusammensetzen:

Mitglieder aufgrund ihres Amtes sind:

Die amtierenden Weihbischöfe, der Generalvikar, die Bischofsvikare, der Gerichtvikar (Offizial), die Mittglieder des Domkapitels, die Mitglieder der Großen Leitungskonferenz des Bischöflichen Generalvikariates, die Mitglieder des Priesterrats, der Regens des Priesterseminars, Der Rektor der Theologischen Fakultät Trier und die Dechanten.

Durch eine Wahl werden weitere Mitglieder der Synode bestimmt:

  1. Je ein Priester aus jedem Dekanat mit Wohnsitz in demselben, gewählt von der Dekanatskonferenz
  2. Laien

Neunundvierzig Personen, gewählt durch den Diözesanpastoralrat in der Weise, dass er durch andere, nachfolgend genannte Gremien vorgenommene Wahlentscheidungen bestätigt, und zwar:

  • Fünfzehn Personen aus den Verbänden, gewählt durch eine Wahlversammlung der Verbände

und berufsständischen Organisationen:

  • Fünf Ordensschwestern und drei Ordensbrüder, gewählt durch den Ordensrat
  • Zwanzig Personen als Vertreterinnen bzw. Vertreter des diakonischen Bereichs, gewählt durch den Diözesancaritasrat
  • Sechs Personen aus den Geistlichen Gemeinschaft, gewählt durch eine Wahlversammlung der Geistlichen Gemeinschaften

Sechsunddreißig Personen, gewählt durch den Diözesanpastoralrat auf Vorschlag der Dekanatsräte, und zwar zwölf Personen pro Visitationsbezirk.

  • Drei höhere Ordensoberinnen und zwei höhere Ordensobere

Insgesamt wird die Synode ungefähr 263 Synodenmitglieder umfassen. Ca. 120 Personen gehören dem Klerus an, ca. 143 Personen sind Laien.


 

Die Synode ist kein Parlament, wie wir es aus unserem Staatswesen kennen. Die Beschlüsse können nur durch den Bischof in Kraft gesetzt werden. Dennoch ist sie eine Versammlung des „offenen Wortes“. Alle vorgelegten Fragen werden frei erörtert. Die Arbeitsweise der Synode sieht neben der Vollversammlung auch Sachkommissionen vor, in denen beratende Mitglieder und Fachleute zu Wort kommen.

Da wir als Berufsverband der Pfarrsekretärinnen und –sekretäre im Bistum Trier mit einer Mitgliederzahl von 447 Personen zu den berufsständigen Organisationen gehören, wurde uns die   Möglichkeit, eine/n Kandidatin/Kandidat zu benennen, eingeräumt.

Am Donnerstag, 10.10.2013 wurde unsere Kollegin, Frau Hildegard Jakob, Pfarrsekretärin in der Pfarreiengemeinschaft Schweich, gleich im ersten Wahlgang gewählt.

Wir freuen uns, dass Hildegard als Synodale für unsere Berufsgruppe in dieser wichtigen Versammlung mitarbeitet. Wir wünschen ihr für diese Aufgabe Gottes Segen.

 

für den Vorstand:

Birgit Ney

Vorsitzende


 

In der Studienwoche der Pfarrsekretärinnen und –sekretäre vom 09.09. bis 13.09.2013 in St. Thomas wurden in einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Frau Monika Bauer-Stutz folgende Themen ausgearbeitet und an das Synodensekretariat weitergeleitet.

1.) Kirche in der Welt von heute

– Alleinstehende (Singles) fallen durch die üblichen Raster.

– Wie erreichen wir Menschen anderer Milieus?

– Homosexuelle Menschen gehören dazu.

– Wir brauchen Angebote für Menschen, die auf der Suche sind, die nicht oder nicht mehr oder noch nicht fest an die Kirche/die Gemeinde gebunden sind.

– Zulassung von Geschiedenen-Wiederverheirateten zum Empfang der Kommunion.

– Priester haben zu wenig Zeit für Seelsorge.

2.) Glauben leben lernen

– Formen von Glaubenskursen, die Wissen nicht in Vorträgen zu vermitteln suchen. Wir brauchen eine Glaubenskommunikation, bei der Fragen gestellt werden können und wo Gemeinschaft erfahrbar wird.

– In den Kerngemeinden / Gottesdienstgemeinden dafür werben, Menschen willkommen zu heißen, die ausschließlich bei besonderen Anlässen (z. B. Taufe, Erstkommunion) im Gottesdienst und/oder Gemeindeleben mittun.

– Kerngemeinden /Gottesdienstgemeinden zu Offenheit und Respekt für andere Menschen, z. B. Fernstehende befähigen.

– Der Umgang mit Fernstehenden muss sich ändern. Wie willkommen sind sie uns? Willkommens-Kultur!

– Ökumene

  1. Den Glauben feiern in Gottesdienst und Gebet

– Der Tod gehört zum Leben. Trauernde kennen oft keine Gebete und können im Gottesdienst und bei der Beisetzung nicht mitmachen. Das erzeugt Unwohlsein. Es braucht neue Wege der Glaubensgrundlegung und Glaubensweitergabe.

– Wir brauchen neue, andere Gottesdienstformen. Die Gottesdienste müssen offen und einladend für jede/n sein.

– Liturgie-Fremde, z. B. aus den ostdeutschen Ländern. Viele verstehen die Liturgie nicht, können nicht mittun und fühlen sich unwohl. Wie gehen die Gemeinden mit diesen Menschen um. Werten sie sie ab?

– Äußerungen wie „die Perlen nicht vor die Säue werfen“ (z. B. Kommunionkatechese) zeigen weder Respekt vor dem Menschen, noch vor seinem Bemühen.

  1. Die Gaben im Volk Gottes entdecken und fördern

– Das Thema „Hierarchie“ muss in der Kirche angegangen werden. Wir sind als Volk Gottes gemeinsam und gleichwertig unterwegs. Was geschieht in der Ausbildung der Priester und Diakone, dass sie mit Laien nicht auf Augenhöhe umgehen?

– Provokant formuliert: Die Weihe ist die „Befähigung zu allem“, auch ohne Befähigung.

– Erfahrungen mit Diakonen, hier besonders mit Diakonen im Zivilberuf irritieren. z. B. wenn der eingeteilte Kommunionhelfer bei Anwesenheit eines Diakons seinen Dienst nicht tun kann und wieder zurück geschickt wird.

– Die Gewichtung des Diakonats ist fraglich.

– Ehrenamtliche werden oft ausgebremst, wenn sie es nicht so machen, wie es der Pfarrer und die Hauptamtlichen wollen.

– Die Ehrenamtlichen erfahren wenig Wertschätzung. Sie werden ausgegrenzt und sind nur „ausführendes Organ“.

– Frauen erfahren wenig Wertschätzung. Sie sind nur Hilfspersonal.

– Frauen dürfen keine wirkliche Verantwortung in der Kirche übernehmen. Pastorale Leitungsaufgaben müssen auch an Frauen gehen.

– Die Stellung der Frau in der Kirche muss überdacht werden. Zulassung zum Priesteramt ist anzustreben.

– Das Diakonat der Frau muss ins Gespräch gebracht werden.

– In Zeiten von Vakanzen sind Wort-Gottes-Feiern notwendig und möglich. Kommt ein neuer Pfarrer, ist diese Form nicht mehr erwünscht.

– Dem Zölibat muss eine erwachsene, bewusste, freie, vom Amt abgekoppelte Entscheidung zu Grunde liegen.

  1. Sonstiges

– Petrusbrüder sind vom Bistum anerkannt. Petrusbrüder „missionieren“ besonders bei jungen Familien, tragen prunkvolle Gewänder und zelebrieren mit dem Rücken zum Volk. Was tut das Bistum Trier gegen das judenfeindliche und frauenfeindliche Gedankengut dieser Gemeinschaft?

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