Fehler und sonstige Menschlichkeiten

Fehler und sonstige „Menschlichkeiten“

 

„Guten Tag, ich möchte gerne eine Messe bestellen“

 

Kein Problem, wenn sie rechtzeitig zum Redaktionsschluss bestellt wird, sie im kirchlichen Kalender eingetragen wurde, ebenso im Intentionenbuch und zeitgleich im Pfarrbrief auf dem

Altar nachgetragen wird, der Pfarrer sie nicht übersieht, die Küsterin den Pfarrbrief auch zum Verkünden bereitlegt und die Pfarrsekretärin nicht bei einen der eben genannten Punkte etwas vergisst.

 

Und wenn es an einer Stelle nicht geklappt hat, besteht immer noch die Möglichkeit auf Verständnis zu hoffen und sich zu entschuldigen.

 

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Kritisch angemerkt

 

Ohne uns geht nix

Ein Hauptthema bei den Zusammenlegungen ist die Überbelastung der Pfarrer. Doch viele wollen sich auch nicht helfen lassen und haben Angst davor zu delegieren. Aber man spricht ständig nur von den armen Pfarrern und deren Überlastung. Dass Pfarrsekretärinnen oft jedoch nur einen Halbtagsjob oder wenige Stunden haben und ein ganzes Tagespensum nicht in einem täglichen vier Stundenrhythmus erledigen können versteht sich von selbst, kümmert zwar niemanden, wird aber durchaus erwartet.

 

Also werden Überstunden gemacht, die häufig unter den Tisch gekehrt werden, schön verpackt als ehrenamtliches Engagement , so rechtfertigt es so manche vor sich selbst.

 

Aber, wer käme denn auch auf die Idee mehr Stunden zu fordern, wo bei der geringsten Stellenveränderung gnadenlos Stunden gestrichen werden, Jobsuchende Schlangen vor der Tür stehen und es uns ja eigentlich immer noch viel zu gut geht (?)(!)

„Sie läuft und läuft und läuft…“

 

Zeit sich Gedanken zu machen, denn die Qualität der Arbeit soll schließlich nicht leiden. Aber trotz intensiven Fortbildungsmaßnahmen von Zeitmanagement über Büroorganisation hin zu Ermutigungstraining uvm. sind und bleiben die Damen in ihren Pfarrbüros meistens Einzelkämpferinnen, die mit Pfarrern auskommen müssen, die für Strukturen und Organisation meist wenig übrig haben und lieber alles alleine machen.

 

Ausnahmen bestätigen die Regel und werden leider nicht zur Gewohnheit.

 

Auch wenn von oben nach unten Lösungen gesucht werden, scheitern viele Pläne an Engstirnigkeit und Intoleranz.

Dabei könnte es so einfach sein: Zuhören, Verständnis aufbringen, Respekt und Wertschätzung zeigen, dazu lernen und sich öffnen, lösungsorientiertes Arbeiten, Teamarbeit, Leitung wahrnehmen sind nur einige Möglichkeiten eine Veränderung herbeizuführen.

 

Denkt man sich summa summarum die Frauen aus dem ganzen „Apparat“ Kirche weg, würde sie ganz schön dumm da stehen. Dabei rede ich nicht nur von den Hauptamtlichen. Vielmehr sogar sind die ehrenamtlichen Frauen diejenigen, die Kirche hochhalten im wahrsten Sinne des Wortes.

Alles eine Art der Sichtweise.

Für mich persönlich gäbe es ohne Frauen kein soziales Gefüge mehr, Mitgefühl und Toleranz würden auf ein absolutes Minimum sinken, es würde mehr gejammert und weniger geschafft werden, es gäbe eher Chaos als Organisation und die Nächstenliebe würde so ziemlich verkümmern.

Corinna Wommer

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